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Das große Siedeln fand in der Zitadelle Spandau in Berlin statt. Dabei handelt es sich, so wurden wir belehrt, um eine der bedeutendsten Renaissance-Festungen Europas, die noch in der ursprünglichen Bauweise erhalten ist. Zeitweise diente sie auch als Gefängnis unter anderem für berühmte Persönlichkeiten, auch wenn die Informationen darüber widersprüchlich sind. Die Zitadelle wirkt aber nicht nur mit ihrer Architektur. Am Beispiel der Schänke war sehr deutlich zu sehen, dass das Flair der Renaissance auch insgesamt erhalten werden sollte.
Als wir nachmittags zum Begrüßungssnack geladen wurden, konnte man die Auswirkungen dessen nur erahnen. Jeder bekam erst einmal einen Sabberlatz umgehängt. Ursprünglich war das nur ein Running Gag unter den Teilnehmern, aber später wurde die Bezeichnung sogar offiziell von den Kellnern verwendet. Das Essen wurde in gusseisernen Schüsseln auf dem Tisch platziert, sodass sich jeder nach Belieben selbst versorgen konnte. Da uns zu diesem Zeitpunkt aber auch Besteck zur Verfügung stand, waren die Lätzchen scheinbar überflüssig. Leider mussten wir auch in diesem Punkt noch viel lernen. Als später nämlich zum Abendessen geläutet wurde, lagen lediglich Messer auf dem Tisch. Und damit sollten wir Kartoffelpüree, Schweinshaxen und Frikadellen essen? Ohne jegliche anderen Hilfsmittel? Aber es funktionierte. Alle haben es überlebt und konnten zurück zu den Rechnern.
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