Hallo Mapper!
Da wir ja noch etwas auf das Erscheinen des Editors warten müssen, möchte ich zumindest schon mal ein paar Gedankenspielchen im Bezug auf selbsterstellte Maps betreiben.
Vielleicht sehe ich die Dinge momentan etwas zu negativ, aber nach dem Spielen von 12 der 16 Missionen der Kampagne, habe ich so meine Bedenken, dass man wirklich interessante, schwierige und abwechslungsreiche (SP) Maps wird gestalten können.
Das erste und eins der größten Probleme ist das erneute Fehlen einer (vernünftigen) KI! Wenn es Old McDonald nicht wieder gelingt, auch für die S6 sein KI-Script anzupassen, ist also schon mal nix mit selbständig handelnden Gegnern oder zumindest Comfort-Funktionen, derer man sich bedienen könnte.
Da nun der militärische Teil gegenüber den S5 auch total "verstümmelt" worden ist, und das was noch davon übrig ist, so gut wie "unbrauchbar" ist, kann man also große militärische Auseinadersetzungen auch vergessen.
Bei der Gelegenheit frage ich mich, was sich die Entwickler eigentlich dabei gedacht haben? Wenn ich ein so niedriges Soldatenlimit festlege, die Sterblichkeit beim kleinsten Scharmüzzel aber schon derart hoch ist, und die Kampfkraft auf dem eigenen Territorium auch noch größer ist, als auf gegnerischem Terrain, ja wie soll man da noch einen Feind ordentlich bekämpfen können? Das verkommt doch dann sehr schnell zu einer reinen "Rekrutierungs Arie".
Betrachten wir mal die Quest-Möglichkeiten:
Da halt das gesamte Gameplay derart vereinfacht wurde, bleiben auch für die Quests keine wirklich interessanten Möglichkeiten mehr übrig. Wie in den Kampagnen-Missionen beschränkt es sich doch im wesentlichen auf Warenlieferungen. Und damit es überhaupt noch einen Hauch von wirklicher Herausforderung hat, sind diese dann meist mit einem Zeitlimit (Countdown) verbunden - wie spannend! Das Problem an solchen Quests ist, dass sie nie wirklich schwierig sein können, weil die Map als Ganzes ansonsten nicht zu gewinnen wäre, wenn ein Rohstoff entsprechend (zu) knapp bemessen ist.
Womit ich bei den Rohstoffen wäre:
Auch hier Vereinfachung auf ganzer Front. Zum Bauen von Gebäuden wird nur noch Holz benötigt, mit Ausnahme von Burg, Kirche und Lagerhaus, für die man relativ viel Stein zum Ausbau benötigt.
Was völlig fehlt, sind jegliche Alternativen. Man braucht einen bestimmten Rohstoff - hat diesen nicht, geht nix! Kühe und Schafe muss man vorher auf der Map platzieren, oder zumindest einen Handelspartner setzen, der dem Spieler welche verkauft.
Was mich zur Diplomatie bringt:
"Diplomatie - wozu denn das? Zu kompliziert - brauchen wir nicht!" So, oder so ähnlich stelle ich mir das vor, wie es abgelaufen ist - im Prinzip jedenfalls. Entweder du bist mein Freund, oder mein Feind! Und das das gesamte Spiel über, denn soweit mir bekannt ist, lässt sich nicht mal mehr der Diplomatie Status im Spielverlauf ändern.
Tja, also ich sehe da wirklich nicht mehr Viel, was noch übrig bleibt. Und damit kann man dann wohl nur ähnlich langweilige Maps machen, wie die in der Kampagne.
Oder sehe ich das zu pessimistisch? Habt ihr schon irgendwelche Ideen?
Gruß
Gunther





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