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  1. #1
    Sägewerker Avatar von Perikles
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    Standard Gegner baut nix...

    Ich habe eine Frage, die mich schon seit ca. 2 Jahren "beschäftigt":
    Manchmal kommt es bei (meinen) Selbsterstellten Maps vor, dass die KI - obwohl das nötigste vorhanden ist - keine Minen/Nahrungsproduktion (sofern keine vorhanden ist) etc. baut.
    Normalerweise ist das "nötigste" z.B Baumaterialproduktion (Holzfäller...,Steinmine/-metz), Baumaterial, Werkzeug, Nahrungsmittel und natürlich verschiedene Arten von Siedlern. Wenn ich dann mit dem Win-Cheat teste um zu schauen, was die KI macht, hören die irgendwann auf zu bauen, bzw. bauen nur Holzproduktionen.
    Das Problem kann ich nur beheben, wenn ich einige weitere Gebäude, die noch nicht vorhanden sind setze.

    Kennt/Hat(te) jemand von euch Mappern schon mal dieses Problem, oder steh ich da alleine da ?

  2. #2
    Sägewerker Avatar von Luke
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    Standard AW: Gegner baut nix...

    Manchmal ist das nötigste halt noch zuwenig, oder das Gelände zu hügelig dann Baut die KI auch nichts auch wenn von allem genügend da ist.

  3. #3
    Schmied Avatar von hunley9001
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    Standard AW: Gegner baut nix...

    Der Computergegner
    Hier auf die Gründe einzugehen, warum eine künstliche Intelligenz bis heute und wohl auch in absehbarer Zeit nicht in der Lage ist, menschliche Kreativität und Inspiration durch Rechengeschwindigkeit auszugleichen, ist müßig. Fest steht, dass es so ist, und deshalb müssen Sie, als Kartendesigner, den Computergegnern Ihrer menschlichen Spieler schon ein paar Startvorteile mitgeben, damit die Karte eine Herausforderung wird. Dabei können Sie durchaus Einfluss darauf nehmen, auf welchem Gebiet Ihr Computergegner besonders stark ist, und auf welchen Gebieten er etwas länger braucht, um sich zu entwickeln.
    Wichtig ist in diesem Zusammenhang vielleicht noch, dass die künstliche Intelligenz in "DIE SIEDLER IV" NICHT in vordefinierten Bahnen verläuft, also nach dem Muster: Computer greift nach 24 Minuten mit 80% der Soldaten an, vorausgesetzt, der menschliche Spieler hat schon 10 Türme gebaut und nicht mehr als drei Tassen Kaffee getrunken. Mit Milch, kein Zucker bitte...
    Die künstliche Intelligenz versucht viel mehr, genauso zu handeln wie ein normaler Spieler, also situationsbedingt unterschiedlich zu agieren und reagieren. Dabei macht sie, genauso wie menschliche Spieler, auch Fehler. Aber dafür verläuft auch nicht jedes Spiel gleich.


    Allgemeine Voraussetzungen
    Geben Sie Ihrem Computergegner genügend Platz und Rohstoffe in der Nähe. Da er über wenig inspirierte Vorausplanung verfügt, ist es für ihn schwierig, einen Bauplatz für ein Gebäude zu ignorieren, bloß, weil Sie später an dieser Stelle günstiger ein anderes bauen würden. Er baut halt meistens da, wo gerade Platz ist.
    Er ist auch nicht in der Lage, sich gezielt auszubreiten. Er schaut halt, wo an der Grenze Platz für einen Wachturm ist. Wenn Sie also die wichtigsten Rohstoffe weit außerhalb seines Gebietes einlagern, wird es sehr lange dauern, bis er sie ausbeutet.
    Geben Sie dem Computergegner lieber ein Werkzeug, einen Siedler, einen Warenstapel mehr, als zu wenig.
    Prinzipiell unterscheiden man üblicherweise drei Ausrichtungen der Computergegner: die Baumeister, die Kämpfer und die Priester.


    Der Baumeister
    Wenn Sie Ihrem Computergegner direkt am Anfang zwei oder drei Holzwirtschaften und zwei bis drei Steinmetze hinstellen, reichlich Träger, Schaufeln und Hämmer hinzufügen und ihm außerdem reichlich Platz zum Bauen geben, wird er sich schnell ausbreiten und rasch zu einer funktionsfähigen Infrastruktur kommen.
    Bedarfsliste:
    Gebäude Siedler Werkzeuge Waren 6-8 Türme Türme maximal besetzen 4 Holzfällerhütten 4 Holzfäller 4 Äxte 40 Bretter 2 Sägewerke 2 Sägewerker 2 Sägen 10 Baumstämme 2 Försterhütten 2 Förster 2 Steinbruchhütten 2 Steinmetze 5 Spitzhacken 30 Steine 30 Träger 10 Planierer 10 Schaufeln 10 Bauarbeiter 10 Hämmer Dies sind natürlich nur Näherungswerte, die Sie im Einzelfall überprüfen und individuell an die Bedürfnisse Ihrer Karte bzw. des jeweiligen Volkes anpassen sollten. Auch haben natürlich die verschiedenen Völker verschiedene Bedürfnisse an Steinen oder Brettern, um ihre Gebäude zu errichten.

    Der Kämpfer
    Wenn es Ihnen wichtig ist, dass Ihr Computergegner von Anfang an militärisch stark sein soll, so gilt es zunächst einmal, einen Grundfehler zu vermeiden:
    Geben Sie dem Computergegner niemals mehr als doppelt bis dreimal so viele "freie" Soldaten (also Soldaten, die nicht in Wachtürmen stationiert sind), wie Sie dem menschlichen Gegner geben.
    Der Grund ist einfach: Der Computergegner würde Sie sofort nach Spielstart zu überrennen versuchen. Und das ist ja nicht der Sinn des Spiels.
    Sorgen Sie also lieber dafür, dass der Computergegner schnell damit beginnen kann, weitere Soldaten zu produzieren. Dadurch wird nämlich der menschliche Spieler seinerseits unter Druck gesetzt, etwas für seine militärische Stärke zu tun.

    Ein kompletter Wirtschaftskreislauf, der sich der Produktion von Waffen und Soldaten widmet, benötigt in etwa folgende Dinge:
    Gebäude Siedler Werkzeuge Waren 6-8 Türme Türme maximal besetzen 2 Getreidefarmen 2 Bauern 2 Sensen 8 Getreidebündel 1 Schweinefarm 8 Schweine 1 Metzgerei 1 Metzger 1 Axt 8 Fleisch 1 Mühle 8 Säcke Mehl 1 Bäckerei 8 Brote 1 Wasserwerk 16 Wasser 1 Fischerhütte (bitte auch Fische ins Wasser setzen!) 1 Fischer 1 Angel 8 Fische 1 Eisenerzmine 1 Minenarbeiter 1 Spitzhacke 8 Eisenerz 2 Kohlenminen 2 Minenarbeiter 2 Spitzhacken 24 Kohlen 1 Goldmine 1 Minenarbeiter 1 Spitzhacke 8 Golderz 1 Goldschmelze 8 Goldbarren 1 Eisenschmelze 16 Barren Eisen 1 Werkzeugschmiede 1 Schmied 1 Hammer 1 Waffenschmiede 1 Schmied 1 Hammer 8 Waffen (versch.) 1 Kaserne 1 Wohnhaus Hinzu kommen dann noch die Waren und Siedler, die Sie benötigen, damit überhaupt weitere Gebäude errichtet werden können.
    Diese Liste ist sehr lang. Komplett ausgeführt ergäbe sie einen sehr schnell erstarkenden Computergegner, weil die paar Gebäude, die noch fehlen (vor allem die Bauwirtschaft), relativ schnell errichtet sind. Vor allem der Umstand, dass sofort Kohle und Eisen für eine Waffenproduktion zur Verfügung stehen, erleichtert es Ihrem Computerspieler. Aber natürlich soll er zwar ein echter Gegner sein, aber andererseits besiegbar bleiben.
    Sie haben deshalb natürlich die Möglichkeit, durch einfaches Weglassen ausgewählter Komponenten die militärische Entwicklung des Computerspielers zu bremsen, bis er besiegbar wird. Auch hier gilt, dass erst die Testphase Ihrer Karte Ausgewogenheit gibt.
    Sie können diese Liste natürlich auch in zwei Hälften teilen: die landwirtschaftliche und die industrielle Hälfte. Wenn Sie nur die industrielle Hälfte aufbauen, wird der Computer eine ganze Weile brauchen, bis er die Waffenproduktion durch Nahrungszufuhr unterstützen kann. Umgekehrt können Sie natürlich auch nur die Landwirtschaft aufbauen und den Computer erst mal selbst nach Rohstoffen buddeln, sowie Schmelzen und Schmieden bauen lassen.

    Der Priester
    Ihr Computergegner wird, wenn er Platz hat, irgendwann natürlich alleine mit der Produktion von Mana beginnen. Falls Sie ihm da aber schon von Beginn an auf die Beine helfen wollen, können Sie ihm natürlich die entsprechenden Betriebe schon auf die Karte stellen. Das wären:
    Für die Römer:
    Gebäude Waren 1 Weingut (in hügeliges Gelände stellen!) 8 Wein 1 kleiner Tempel 1 großer Tempel 2 Goldbarren Für die Maya:
    Gebäude Waren 1 Agavenfarm 8 Einheiten Agaven 1 Wasserwerk 8 Eimer Wasser 1 Tequiladestille 8 Tequilatöpfe 1 kleine Pyramide 1 grosse Pyramide 2 Goldbarren Für die Wikinger:
    Gebäude Waren 1 Imkerei (Blumen!) 8 Einheiten Honig 1 Wasserwerk 8 Eimer Wasser 1 Metwinzerei 8 Einheiten Met 1 kleiner Tempel 1 großer Tempel 2 Goldbarren Für die Trojaner:
    Gebäude Waren 1 Sonnenblumenfarm 8 Einheiten Sonnenblumen 1 Ölpresse 8 Schläuche Sonenblumenöl 1 kleiner Tempel 1 grosser Tempel 2 Goldbarren
    Hinzu kommen dann noch die Waren und Siedler, die Sie benötigen, damit überhaupt weitere Gebäude errichtet werden können.

    Noch zu beachten!
    1.) Die künstliche Intelligenz arbeitet unter anderem mit einigen zufälligen Ereignissen. Deshalb wird ein Computerspieler seine Siedlung auch nicht immer gleich aufbauen, sondern jedes mal anders. Dies kann dazu führen, dass ein und dieselbe Karte einmal zu gewinnen ist, ein anderes mal wieder nicht.
    Achten Sie darauf, dass Ihr Computergegner immer (oder zumindest in 90% aller Fälle) zu besiegen ist.
    2.) Der Computerspieler ist nicht in der Lage, Schiffe einzusetzen. Deshalb kann er menschliche Spieler, die sich alleine auf einer Insel befinden, auch nicht angreifen. Denken Sie daran bei den Siegbedingungen. Ein menschlicher Spieler, der alleine auf einer Insel siedelt, kann vom Computerspieler NIE ganz vernichtet werden.
    3.) Alle Listen, die Sie oben finden, sind keine festgemauerten Vorgaben, sondern lediglich Kontrollmöglichkeiten. Nach einer Weile werden Sie selbst ein gutes Gefühl dafür bekommen, was der Computerspieler in der von Ihnen erfundenen Situation benötigt und was nicht. Aber falls dann doch etwas nicht klappt, können Sie in diesen Listen nachschlagen, was Sie vergessen haben könnten. Manchmal liegt es an einem einzigen Werkzeug.

  4. #4
    Schmied Avatar von Sylvia99
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    Standard AW: Gegner baut nix...

    Als völliger Laie auf dem Gebiet des Mappens würde mich was interessieren : in der angegebenen Liste steht, man solle dem Computergegner nie mehr als doppelt oder dreimal soviel freie Soli geben wie dem menschlichen Spieler, weil er sonst versucht, den Menschen zu überrennen.

    In sehr vielen Maps, die ich in letzter Zeit gespielt habe, ist das aber sehr wohl der Fall und trotzdem greift die KI in vielen Fällen (gottseidank) nicht vor der üblichen Zeit an. Wie das ?
    You create your own reality !




  5. #5
    Sägewerker Avatar von Perikles
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    Standard AW: Gegner baut nix...

    Ehrlich gesagt ist das auf meinen bzw. den Maps, die ich gespielt habe auch noch nie vorgekommen, dass der Gegner früher angreift, weil er doppelt/dreifach soviele Solis hat wie man selber.

    Meiner Meinung nach greift die KI nur früher an, wenn sie patroullieren "muss"...
    Perikles

  6. #6
    Schmied Avatar von hunley9001
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    Standard AW: Gegner baut nix...

    Die angegebenen Werte sind lediglich Richtwerte für eine KI als Gegner.
    Sind mehrere KI als Gegner vorgesehen, sind die Werte dementsprechend nach unten zu korrigieren.
    Mit irgendeinem Patch kam außerdem der sogenannte Massenangriff auf, was das Balancing seinerzeit auch nochmals beeinflusste.
    Viele ältere Maps mußten nachgearbeitet werden, da diese wegen viel zu starken KI`s einfach nicht mehr spielbar waren.
    Auch die Tabellen und Richtwerte entbinden den Mapper niemals vom mehrfachen testen, testen und nochmals testen.
    Als Einstiegshilfe für Neumapper sind die angegebenen Werte allerdings schon geeignet.

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