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  1. #21

    Standard AW: Ab in den Schuldturm mit ihm

    Zitat Zitat von merkel Beitrag anzeigen
    Wenn man ohne Absicht einen Fehler macht, die Folgen erfährt, sich damit auseinandersetzt und dann verkündet: "Ich habe einen Fehler gamcht, weil..." ist das was völlig anderes als wenn man den Fehler kennt, ihn ausnutzt, um dann eine verbotene oder rechtswidrige Angelegenheit durchzupauken. Juristen nennen das Vorsatz oder Betrug.
    Du meinst damit aber nicht die Käßmann oder?
    Unabsichtlich besoffen (??) (nicht mit EINEM Weinchen da war über 1°/°° im Spiel) und dann ihr eigenes und das Leben zufällig auf ihrem Weg befindlicher Personen gefährdet. Das ist nix nach dem man mal sagen kann: Oh, achso sorry tut mir Leid und jetzt machen wir weiter, auch nicht wenn es zufällig gut gegangen ist. Vor allem nicht dann wenn man von berufswegen den ganzen Tag mit dem erhobenen Zeigefinger unterwegs ist und jedem erzählen will wie er sich zu verhalten hat.

    Ganz ehrlich find ich da den Tabbi noch harmloser, der hat ja nur Geld verschleudert

    „Nur weil du paranoid bist, heißt das nicht, dass sie nicht hinter dir her sind.“
    Terry Pratchett

  2. #22
    Priester Avatar von mattizwo
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    Sonny Boy Williamson amerikanischer Bluesmusiker (ca. 1897 - 1965)

  3. #23
    Priester Avatar von mattizwo
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    Standard AW: Ab in den Schuldturm mit ihm

    wozu die ganze Aufregung, die Kirche hat doch genug Kohle
    Der geheime Milliardenschatz des Klerus

    Die Gläubigen treten in Scharen aus, die Steuereinnahmen sinken - in den Kassen der katholischen Kirche klafft ein Loch. Trotzdem muss sich die Institution wohl keine wirklichen Sorgen machen: Immobilien- und Geldbesitz summieren sich Schätzungen zufolge zu einem Milliardenvermögen.
    Berlin - Mit Schundromanen, Epiliergeräten oder Duftlampen lässt sich durchaus Geld verdienen, das zeigt kaum ein Unternehmen so gut wie die Verlagsgruppe Weltbild. Mit seinen rund 7500 Mitarbeitern setzte das Unternehmen 2008 gut 1,9 Milliarden Euro um. Das Besondere daran: Die Weltbild-Gruppe gehört 14 katholischen Bistümern und der Soldatenseelsorge Berlin.
    Allerdings bereitet das Unternehmen seinen Eigentümern Ärger. Denn der bereits 2008 eingeleitete Verkaufsprozess liegt vorerst auf Eis. Dies befeuert zum einen Spekulationen um den Verkaufspreis, den Branchenkenner auf rund 500 Millionen Euro taxieren, zum anderen aber auch um das Vermögen insgesamt, über das die katholische Kirche verfügt. Verbunden mit der Frage, wie es damit seit der Finanzkrise bestellt ist. Was die letzte Frage betrifft, äußern sich Kirchenvertreter immerhin - zumindest grundsätzlich: "Die Verantwortlichen wählen prinzipiell sehr konservative Anlageformen", heißt es aus dem Erzbistum Köln, das als das wohlhabendste Bistum im Land gilt. Eine Auskunft, die Dominik Enste vom Institut der deutschen Wirtschaft in Köln für durchaus glaubwürdig hält: "Wenn man voraussetzt, die Finanzplaner haben sich an die Vorgaben der Kirchenoberen gehalten, dann dürfte die katholische Kirche wohl nahezu unbeschadet durch die Finanzkrise gekommen sein."
    Wie reich ist die Kirche?
    Auf die Frage, wie reich denn die katholische Kirche sei, antworten die Beteiligten nicht. Matthias Kopp, Sprecher der Deutschen Bischofskonferenz, verweist auf die große Zahl von finanziell selbständigen Institutionen, von der Dorfgemeinschaft bis hin zu den 27 katholischen Diözesen. Diese seien der Bischofkonferenz gegenüber nicht rechenschaftspflichtig. Aus Sicht der Kirchenoberen gibt es wenig Anlass, an dieser Struktur etwas zu ändern.
    Vor einigen Jahren unternahm Carsten Frerk zuletzt den Versuch einer detaillierten Hochrechnung. Drei Jahre recherchierte der Sozialwissenschaftler und Kirchenkritiker, trug Informationen über Grundbesitz, Geldanlagen, Beteiligungen und Immobilien zusammen - und blieb bis zum Erscheinen seines Buches im Jahr 2002 doch auf Schätzungen angewiesen. Sein Ergebnis: Insgesamt besitzen die zur katholischen Kirche gehörenden Institutionen ein Vermögen von 270 Milliarden Euro. "Dabei muss man allerdings berücksichtigen, dass in diese Rechnung auch die im Prinzip unveräußerlichen Kirchengebäude einbezogen sind", relativiert der Experte.
    Kirchenvertreter weisen Schätzungen zurück
    Gleiches gilt natürlich auch für die Kunstschätze, wie etwa den Dreikönigsschrein und das Gerokreuz im Kölner Dom, die nicht nur wegen ihres unermesslichen Werts als unverkäuflich gelten.
    Dass Frerk möglicherweise dennoch nicht ins Blaue hinein schätzte, zeigt sich am Beispiel des Kapitalvermögens. Hier nahm er das Vermögen der Kirchenbanken als Grundlage, das sich mit gut 16 Milliarden Euro recht genau habe ermitteln lassen. Jedem Euro bei diesen Geldhäusern stünden aber Stichproben zufolge drei weitere bei "weltlichen" Instituten gegenüber - macht also insgesamt knapp 65 Milliarden Euro.
    Kirchenvertreter halten die Schätzungen Frerks für aus der Luft gegriffen. Die Einheit im Glauben habe nicht zur Folge, dass kirchliche Vermögen sehr unterschiedlicher Träger wirtschaftlich zusammengerechnet werden könnten, heißt es im Erzbistum Köln. Als wirtschaftliche Größe gebe es "die katholische Kirche" in Deutschland nicht.
    Eines zumindest lässt sich sagen: Beide Kirchen - die katholische und die evangelische - haben laut Frerk zuletzt 1993 gesammelt Einnahmen von 2,6 Milliarden Euro aus Kapitalvermögen offengelegt. Legt man eine Verzinsung von fünf Prozent zugrunde, so ergibt sich daraus ein Kapitalvermögen von rund 52 Milliarden Euro. Dabei waren die Vermögen der Wohlfahrtsverbände, Hilfs- und Missionswerke noch nicht eingerechnet.
    Gleichwohl bemüht sich das Erzbistum Köln um mehr Transparenz. Dafür sind die Finanzmeister auf die Rechnungslegung nach den Regeln des Handelsgesetzbuchs umgestiegen. So stehen im Wirtschaftsplan 2010 knapp 820 Millionen Euro auf der Einnahmeseite, davon gut 610 Millionen durch Kirchensteuern. Mieten, Pachten und Kapitalerträge erbringen zusammen mit Einnahmen aus dem Betrieb von Bildungseinrichtungen gut 78 Millionen Euro. Der kleinere Teil davon seien Zinserträge, versichert das Bistum - gleichwohl, so schätzen Fachleute, ist ein sehr großes Vermögen notwendig, um solche Einnahmen in Millionenhöhe zu erzielen.
    Echte Sorgen bereitet den Kölnern die Entwicklung der Kirchensteuer. Denn wegen der Rezession seien die Einnahmen 2009 um vier Prozent gesunken, heißt es im Rechenschaftsbericht. Für 2010 rechnen die Kirchenoberen sogar mit einem Rückgang um 16 Prozent. Und dabei ist die Zahl der Kirchenaustritte noch nicht einmal mitgerechnet, die auf den Missbrauchsskandal folgen dürften. "Das wird uns auch finanziell noch erheblich zu schaffen machen", sagt ein Bistumsmitarbeiter.
    Katholische Kirche: Der geheime Milliardenschatz des Klerus - SPIEGEL ONLINE
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    Sonny Boy Williamson amerikanischer Bluesmusiker (ca. 1897 - 1965)

  4. #24
    Räuchermeister Avatar von merkel
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    Standard AW: Ab in den Schuldturm mit ihm

    Zitat Zitat von Brain Beitrag anzeigen
    Du meinst damit aber nicht die Käßmann oder?
    Unabsichtlich besoffen (??) (nicht mit EINEM Weinchen da war über 1°/°° im Spiel) und dann ihr eigenes und das Leben zufällig auf ihrem Weg befindlicher Personen gefährdet. Das ist nix nach dem man mal sagen kann: Oh, achso sorry tut mir Leid und jetzt machen wir weiter, auch nicht wenn es zufällig gut gegangen ist. Vor allem nicht dann wenn man von berufswegen den ganzen Tag mit dem erhobenen Zeigefinger unterwegs ist und jedem erzählen will wie er sich zu verhalten hat.

    Ganz ehrlich find ich da den Tabbi noch harmloser, der hat ja nur Geld verschleudert
    Nun: Die Käßmann meine ich und ich möchte auf folgenden entscheidenden Unterschied aufmerksam machen: Die Käßmann hat nicht getrunken, um dann Fussgänger zu gefährden. Es wurde auch niemand geschädigt.
    Der Tabbi wusste aber, dass er seine Gemeinde um Millionen betrügt. Er hat seine Gemeinde und den Ruf der Kirche geschädigt
    Einmal eher dummer Zufall, einmal eher kriminielle Betrugsabsicht mit Vorsatz.
    Zuletzt bleibt aber ein entscheidender Unterschied: Die Käßmann hat ihren Fehler eingesehen und innerhalb von 3 Tagen reagiert und ihr Amt zurückgegeben, obwohl das Amt mit Weintrinken gar nichts zu tun hat (den Wein hat sie übrigens selber bezahlt).
    Der Tabbi sieht nichts ein, zeigt keinerlei Reue, sondern fährt auf Kirchenkosten erst mal nach Rom.
    Fehler haben beide gemacht, wenn auch mit ziemlichen Unterschied in der Schwere und den Folgen. Bei der Reaktion darauf sehe ich Weltenunterschiede! So kann ich Deiner Einschätzung gar nicht folgen.
    LG merkel

  5. #25
    Priester Avatar von mattizwo
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    Standard AW: Ab in den Schuldturm mit ihm

    ich gebe einmal zu bedenken, dass gegen den Bischof nur unbewiesene anschuldigungen im raum stehen, die sich auch noch vielfach widersprechen
    eine Aufklärung fehlt, es wird nur rumlamentiert
    man möge erst einmal aufkären und dann verurteilen
    früher hat die kirche selbst hexenjagden veranstaltet...................................... ...
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  6. #26

    Standard AW: Ab in den Schuldturm mit ihm

    tut mir Leid ich der Deinen auch nicht

    Sie hat sich im Wissen um die Menge an Alkohol, den sie intus hatte hinters Steuer gesetzt, sie musste wissen, dass man das nicht darf und das es gefährlich ist. Den Beweis, dass sie sich nicht mehr unter Kontrolle hatte liefert sie mit dem Überfahren der roten Ampel. Der dumme Zufall daran war eigentlich nur, dass man sie erwischt hat.
    Wenn ich mich fahruntüchtig hinters Lenkrad setze nehme ich billigend in kauf, dass was passiert. Deine Kinder laufen grad ordnungsgemäß bei Grün über die Straße und dann kommt die nette Frau Käßmann und bügelt drüber, dann hilft auch entschuldigen nix. Ich finde das ist zu recht eine Straftat man sollte es nicht schön reden, schon gar nicht damit, dass es ja gut gegangen ist.

    Du kannst es nicht wissen, aber ich habe mit Kirche sowas von keinen Vertrag, dass es mir grad egal ist ob dieser etwas wirre Bischof da Millionen rauspustet oder nicht, der hat für mich einfach en kleinen Schaden und fertig

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  7. #27
    Müller Avatar von Siedlergeselle
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    Standard AW: Ab in den Schuldturm mit ihm

    Erst einmal möchte ich mich bei Matti bedanken. Weil ich hier im Forum alles nachlesen kann, habe ich die Zeitung abbestellt.

    Der Bischof kann einem schon fast Leid tun. Von der Presse wird nach Wulff und Guttenberg die nächste Sau durchs Dorf getrieben.

    Und den Fall Kässmann mit Limburg zu vergleichen, ist doch paradox. Das eine hat nichts mit dem anderen zu tun. Äpfel lassen sich nicht mit Birnen vergleichen, wenn es um die Fakten geht.
    Was das Moralische betrifft, gebe ich Merkel recht.
    Frau Kässmann hat sofort die Konsequenzen gezogen und bleibt seitdem glaubwürdig. Das ist bei Tebarz grundlegend anders. Der verkriecht sich in rom und hofft darauf, vom Papst zur Missionierung nach Taka-Tuka-Land geschickt zu werden. Die Zurückgebliebenen in Limburg können den Scherbenhaufen zusammenfegen. Und das Ansehen sämtlicher kirchlicher Einrichtungen wird zum wiederholten Male in den Dreck gezogen.
    Doch das zieht sich ja wie ein roter Faden durch die Vorgänge in der katholischen Kirche. Immer erst muss etwas passieren, bevor bei denen etwas "passiert". Bis dahin wird alles geleugnet und auf kleiner Flamme gehalten.

  8. #28
    Priester Avatar von mattizwo
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    Standard AW: Ab in den Schuldturm mit ihm

    sparste doch gewaltig
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  9. #29

    Standard AW: Ab in den Schuldturm mit ihm

    Zitat Zitat von Siedlergeselle Beitrag anzeigen
    Und den Fall Kässmann mit Limburg zu vergleichen, ist doch paradox. Das eine hat nichts mit dem anderen zu tun. Äpfel lassen sich nicht mit Birnen vergleichen, wenn es um die Fakten geht.
    Was das Moralische betrifft, gebe ich Merkel recht.
    Frau Kässmann hat sofort die Konsequenzen gezogen und bleibt seitdem glaubwürdig. Das ist bei Tebarz grundlegend anders.
    das ist genauso schlicht analysiert wie man es von Dir erwarten konnte
    und vor allem daher passiert weil es eine Widerrede zu mir ist .. süß

    „Nur weil du paranoid bist, heißt das nicht, dass sie nicht hinter dir her sind.“
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