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  1. #1
    Priester Avatar von mattizwo
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    Standard Bei diesem Beitrag über Privatversicherte kommen mir die Tränen

    Schafft doch endlich diese Privatversicherung ab

    Der Privatpatient verkommt zur Melkkuh des Systems

    Entgegen der landläufigen Meinung sind privat Krankenversicherte nicht Profiteure, sondern Opfer der Zweiklassenmedizin. Unser Autor schildert haarsträubende Erfahrungen, die er zuletzt gemacht hat.
    An das erste Mal kann ich mich genau erinnern. Ungefähr so wie an die Einschulung oder den ersten Kuss. "Zurzeit sieht es ganz schlecht aus", sagte die Sprechstundenhilfe am anderen Ende der Leitung, wie stets, wenn man in Deutschland um einen Arzttermin bittet. Dann fragte sie nach: "Wie sind Sie denn versichert?"
    Es kam mir nur langsam über die Lippen, aber dann sprach ich es erstmals in meinem Leben aus: "Privat." Die Reaktion war euphorisierend. "Ja dann, wann möchten Sie denn vorbeikommen? Heute noch? Oder morgen?"
    Vor zwölf Jahren hatte ich den Schritt gewagt und war von der gesetzlichen Krankenversicherung in eine private gewechselt. Die Risiken glaubte ich zu kennen: Man kommt nicht mehr raus, mit Familie kann es teuer werden, im Alter könnten die Beiträge stark steigen. Ich hatte sie abgewogen und für beherrschbar erklärt.
    Doch wenn ich gewusst hätte, was ich heute weiß, so hätte ich den Schritt nie getan. Denn vor den wahren Gefahren warnt niemand: Privatpatienten sind Sklaven einer Versicherungsbranche, die faire Marktmechanismen ausgeschaltet hat. Sie sind Melkkühe der Ärzteschaft, die sich an ihnen schadlos hält. Kurz: Sie sind nicht Nutznießer, sondern Opfer der Zweiklassengesellschaft in der Medizin.
    Dabei sieht es zunächst ganz anders aus. Wer jene Gehaltsschwelle überschreitet, ab der er sich privat versichern kann, und sich ein Angebot einholt, ist überrascht. So lag mein Beitrag zur gesetzlichen Kasse im Jahr des Wechsels bei rund 430 Euro, je zur Hälfte zu zahlen von Arbeitgeber und Arbeitnehmer.
    Gesundheitssystem : Der Privatpatient verkommt zur Melkkuh des Systems - Nachrichten Geld - DIE WELT
    There's a whole lotsa people's talkin', but there's a mighty few people know. Es gibt 'nen Haufen Leute, die reden, aber nur wenige wissen Bescheid.

    Sonny Boy Williamson amerikanischer Bluesmusiker (ca. 1897 - 1965)

  2. #2
    Werkzeugmacher Avatar von Kevin the HERO
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    Standard Heul doch...

    Grüße:
    Kevin




    King Roger - die Legende schlägt zurück!

  3. #3
    Priester Avatar von mattizwo
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    Standard AW: Bei diesem Beitrag über Privatversicherte kommen mir die Tränen

    bei dem beitrag brauch ich doch glatt einen arzt......................
    There's a whole lotsa people's talkin', but there's a mighty few people know. Es gibt 'nen Haufen Leute, die reden, aber nur wenige wissen Bescheid.

    Sonny Boy Williamson amerikanischer Bluesmusiker (ca. 1897 - 1965)

  4. #4
    Räuchermeister Avatar von merkel
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    Standard AW: Bei diesem Beitrag über Privatversicherte kommen mir die Tränen

    Gab es nicht mal einen Song mit der Textzeile: "... wir steigern das Bruttosozialprodukt?" Doch! Daher: Wirtschaftswachstum muss ein - um jeden Preis, weil dann der Staat dafür Steuern einkassieren kann, um damit die Wachstum-Schulden abbezahlen zu können; wenigtens theoretisch. Früher war Altenpflege privat, heute ist es ein Geschäft mit Wachstumspotential. Das ist im Gesundheitswesen nicht anders. Nur: dumm ist, dass dann Versicherungen und ihre Makler auch noch kräftig daran verdienen (gibt wieder Steuern und Wachstum) - leider auf Kosten der Gesundheit. Ich meine es so: die gleiche Gesundheit kostet mehr, weil man mehr damit verdienen kann. Man nennt das auch Umverteilung.
    Wer privat versichert ist, hat einen entscheidenden Anteil, dass dies passiert. Er verhält sich asozial und gegen die Gemeinschaft - die Politik wollte das so. Aber keiner war gezwungen, mitzumachen! Und der Durchschnittbürger blickt nicht durch, weil er gerne Unbequemlichkeiten verdrängt anstatt 1+1 zusammenzurechnen. Und zwar so, wie es mathematisch richtig ist und nicht so, wie es Politik, Makler und Medien verzapfen.
    LG merkel

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