Ich kann es immer noch nicht fassen, schwanke zwischen Fassungslosigkeit, Dankbarkeit ihn kennengelernt zu haben und totalen Heulkrämpfen.
Schubi war einer der wichtigsten Menschen in meinem Leben. Ein Freund, der große Bruder, den ich immer haben wollte, ein Mensch, den ich sehr liebe.
Ich werde seine Art nie vergessen. Wie er mit uns Tabu spielte, Kirschsauren trank, wie er uns immer geholfen hat, zu mir stand.
Wir brauchten uns am Schluß nur ansehen, und wussten, was mit dem anderen los ist. Dies ist mir vor allem auf der SCII aufgefallen. Zu sehen, welche Energie er in dieses Projekt gesteckt hat, obwohl er eigentlich total am Ende war - es tat weh und tat gut. Denn ich weiß, dass er diese Liebe in alles gesteckt hat, was er tat.
Ich bin ihm sehr dankbar für seine Offenheit, dass er mir sagte, wenn er nicht mehr weiterkonnte, Ruhe oder jemandem zum anlehnen brauchte.
Ihm war es immer sehr wichtig, zu wissen, wie es uns geht - mit uns zu reden.
Ich werde es vermissen, von ihm umarmt zu werden, seine Stimme alle zwei Tage am Telefon zu hören.
Sein "Hey Süße, alles klar bei dir? Du weißt, ich bin immer für dich da." hat mir in so vielen Dingen die Kraft gegeben, weiterzumachen.
Und sein "Ciao dir" hat mir gezeigt, dass er sich (egal zu welcher Uhrzeit) Zeit für mich nehmen würde, wenn ich mit ihm reden muss.
Die meisten kannten ihn als labernden, auf seiner Meinung beharrenden Spinner, der immer ein bischen mehr trank, als gut für ihn war.
Für mich war er jedoch ein Mensch, der mich immer verstand, mir von seinen Sorgen berichtete, mir Rat gab und Rat von mir gebraucht hat.
Ich weine um ihn, werde ihn immer vermissen.
Er hat ein sehr großes Loch in meinem Leben hinterlassen, dass nie wieder aufzufüllen sein wird.
Wir, die ihn jedes wochenende sahen, oft mit ihm telefoniert haben, wissen nicht, wie unser leben ohne ihn weitergehen soll und werden versuchen, für ihn all das zu erledigen, was ihm wichtig war. Ihm zu zeigen, dass wir wirklich das sind, wofür er uns immer gehalten hat - seine Vertrauten, seine zweite Familie.
Aber ich weiß, dass er auf seine kleine Nichte aufpassen muss - und trotzdem immer auf uns blicken wird.
Ich warte nur auf den Moment, wo ich kurz vorm Einschlafen seinen Arm um mich fühle und ihm wieder erzählen kann, was mich bedrückt.
Dann wird er mit mir schimpfen, mir seine Meinung sagen und fluchen, dass er nicht den Menschen in den A.... treten kann, die mir wehtun.
Aber vielleicht kann er es ja doch irgendwie? Es würde mich nicht wundern, wenn er einen Weg dazu findet.
Solltet ihr mal an sein Grab kommen und dort eine rote Rose sehen - sie ist von mir. Als Zeichen meiner Liebe und Wertschätzung, meinem Respekt zu ihm. Und meiner Trauer.
Denn nichts wird wieder so sein, wie es war.
In tiefer Liebe und Verbundenheit.
Bianca





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